Kein Komet – Herbst

So ist das in unseren Breitengraden, im All tobt der Foto-Wahnsinn doch bei mir ist der Vorhang zugezogen. Keine Chance die Sonne, das All zu sehen. Was bleibt ist ein schöner Spaziergang im Wald.

Ein bewölkter Tag. Ab und zu blitzt die Sonne hindurch. Einen Versuch ist es wert. Allerdings so spät im Herbst, steht die Sonne schon ziemlich tief. Keine Ausrede murmle ich mir vor und ziehe mit meinem Schildkrötenrucksack los. Dieses Mal beschränke ich mich auf das Weitwinkel und was immer dabei ist, das 100er Macro.

Querfeldein. Am dünnen Baumstamm ziehe ich mich den Abhang hinauf. Das Laub ist nass. Dieser Geruch nach frischem Laub und schon leicht modrigem dazwischen. Der typische Herbstduft. Ich schließe die Augen und ziehe den Duft tief in mich ein. Wunderbar. Auf der Haut spüre ich die Waldluft, ihre Frische, herbstliche Kühle. Ein Streifen Wärme kitzelt mich. Ich schlage die Augen auf. Die Sonne erleuchtet die Wipfel.

Ein schneller Blick, welche Perspektive passt. Bis ich die richtige Perspektive gefunden habe, lachen die Blätter, weil die Wolken sich vordrängelten. So geht es hin und her. Ich nutze den Augenblick, einfach hier zu sein, zu atmen und zu erleben.

Ein paar schöne Momente, die mir gelungen sind. Der Weg im herbstlichen Grau.

Komet C/2025 Lemmon

Keine Zitrone am Himmel. Trotz Wolken sind wir aus der Stadt gefahren. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Unser Motto. Jep, die Wolken drängten sich vor den Kometen. Keine Chance. Was erzähle ich in Workshops oder meinen Studenten, Ein- und Ausatmen, die Augen schliessen und dann die Umgebung neu wahrnehmen. Ob es gelingt, hängt von mir ab, ob ich mich von Vorstellungen frei machen kann.

So entstanden auf dem Schloss Solitude diese Fotos. Kein Komet, dennoch ein schöner ungewohnter Blick auf einen herbstlichen Baum im nächtlichen Licht.

Was denkt ihr? Blödsinn, euch zufragen, ich schreibe ja auch komm jemanden zurück. Wenn dann habe ich eine Frage und schreibe dann die oder denjenigen an.

Wünsche euch eine schöne Woche. Trotz Regen, Herbstwetter.

Von der Umgebung zum Pilz

Ein schöner Pilz

Ein kleiner Nachtrag, wie es am letzten Sonntag aussah. Nein nicht gestern. Da war es grau ungemütlich. Vielmehr das stimmt nicht ganz. Gegen Spätnachmittag kam die Sonner hervor. Die analoge Kamera liegt auf dem Tisch. Der Reiz war da, ich schaute zum Fenster hinaus. Die Sehnsucht kribbelte. Die ausbremsende Frage: Was will ich aufnehmen, analog? Vergleichbar mit dem weißen Blatt vor dem ein Autor sitzt und blockiert. Das Beste wäre, ich hätte sie, die Kamera geschnappt und wäre auf Entdeckungstour gegangen. Darum geht es letztlich. Neugierig bleiben. Das Staunen nicht verlernen.

Meine Vernunft, nein eher mein Kreativer Flow trieb mich zurück. Seit dreit Tagen wähle ich Fotos aus. Schaue, ob die Idee sich zu einem Konzept entwickelt. Dies ist ein Prozess, indem ich Fotos auswähle. Einen separaten Ordner anlege. Nach einer Pause sehe ich mir die Sammlung. Passen sie zusammen? Oder ist es ein wild zusammengewürfelter Haufen?

Meistens kontrolliere ich den Eindruck erst einen Tag später. Am anderen Tag ist mein Blick frisch. Ich folge dem ersten Impuls. Werfe Fotos raus, suche nach einem Foto, von dem ich weiß, dass ich es fotografierte. Da spaziert die Zeit schon mal davon.

Eigentlich wollte ich von dem Foto-Shooting zum Schwarzkelchpilz erzählen. Wie ihr seht, bin ich schon weiter. Wobei, das Focus Stacking oder Merge ergibt ein fantastisches Ergebnis. Jetzt muss ich doch diese Foto hier einstellen. Eigentlich wollte ich die Umgebung zeigen. Jetzt muss ich schon konsequent bleiben. Wie sagt man im TV, Film, die visuell – textliche Schere nicht zu weit aufreißen. Anderes Thema. Schluss. Aus. Fertig.

Von wegen. Mein Ziel war, dass sowohl im Vordergrund als auch im Hintergrund eine Unschärfe bleibt. Nur der Pilz und seine Umgebung sollte scharf durchzeichnen. Das ist mir super gelungen. Ein klares schönes Foto. Wie seht ihr das? Gerne per Kommentar oder per Email eure Meinung hinterlassen.

Unter Bäumen

In den 90er Jahren machte ich eine Reportage über eine Gemeinschaft in Norditalien. Heimlich gruben sie sich in einen Berg. Sie errichteten eine selbst-gebaute 18 Meter Tiffany Kuppel. Ins Innere gelangte man nur, indem man an einem gewissen Wasserhahn drehte und es öffnete sich eine Tür ins wundersame Innere.

Warum ich das erzähle. Manche dieser Leute sprachen mit Bäumen. Ich filmte und wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte. Klar, mir war schon klar, das Bäume einen Einfluss auf uns Menschen haben. Eine gewisse Skepsis blieb.

Vor ein paar Jahren entdeckte dann die Westliche-Wissenschaft, das Bäume miteinander kommunizieren. Per Botenstoffe, die auf uns Menschen einen positive Wirkung haben.

Heute saß ich unter Bäumen. Kürzlich bei einem Spaziergang entdeckte ich diese Pilze. Erst die zweiten Spaziergänger entdeckten mit ihrer App wie er heißt.

Der Schwarzkelchpilz. Wunderschön. Nach Tagen mit Providern, gecrashten Webseiten, war das eine Wohltat. Drei Stunden fotografierte ich dort. Ich empfehle jeden, jede geht zu den Bäumen, entspannt euch und genießt die Wirklichkeit.

Der schlimmste GAU

Grösster Anzunehmende Unfall

Willkommen auf meiner zerschossenen Webseite. Nach über 10 Jahren oder länger wechselte ich den Provider. Er wurde nach Amerika verkauft und wollte mich zwingen ein bestimmtes Email Programm und andere Veränderungen an der Webseite vorzunehmen. Da war ich eigen und kündigte.

Es ist halt nicht wie damals, dass alles länger dauert. Sondern es ging Ratzfatz und jetzt hänge ich hier. Die Sonne schient, ich wollte fotografieren gehen. Weil morgen Feiertag ist, hänge ich hetzt hier und mache die Basics

Meine Webseite ist im Aufbau. Emails sollten funktionieren.

Nur mal ein paar Dinge eingestellt, jetzt raus in die Sonne und abschalten.