Hamburg im Schnee

nach 12 Jahren wie mir Nachbarn erzählten, war das letzte Mal, so ein Schnee. Wie früher in Schwaben oder Bayern.

  • Hasselbroogstrasse

Heute sagte meine Tochter noch zu mir: „Geh raus und fotografiere, hier im Viertel.“ Ich weigerte mich. Und dann, wie es ebenso kommt. Abends holen ihre Tochter, meine Enkelin ab. Mit dabei ist mein Fotoapparat. Mit den Ergebnissen bin ich echt zufrieden. Nur den Ausschnitt wählt wieder die Galerie selbst. Oder ich blicke es noch nicht.

Die Hasselbrookstrasse

Happy New Year

i wish you a lovely healthy interesting 2026!

Hambur in Snow
Snow in Hamburg at the main station.

Germany is under snow, even Hamburg. For me a very special moment. I love it. Going out and photographing. I arrived in Hamburg Main Station and shot this photo with my phone.

I love the atmosphere, the light. An amazing moment.

4. Advent

Am Radio starte ich den Sendersuchlauf. Die deutschen Sender sind nicht auszuhalten. Es ist einfach zu viel. Das Zuschütten mit Weihnachstmusik, Weihnachstthemen. Als existiere nichts anderes. Es ist nicht die einzige Religion. Ja ja, ich höre schon Schreie – wir leben aber hier im christlichen Raum – stimmt. Übertreiben muss man es trotzdem nicht. Das ginge mir mit jeder Religion so. Nichts umsonst bin ich ausgetreten, zumindest aus der Kirche. Alle Institutionen ziehen die Macht an sich. Genügend abgelästert.

Könnten sie die Stimmungen nicht über das ganze Jahr verteilen? Und so auf die vielen Krisenherde einwirken. Utipist. Ja, ja, so wurde ich schon damals auf der Straße bei Blockaden genannt.

Trotzdem marschierte ich mitten ins Geschehen. Stuttgarter Schlossplatz. Mit Verkaufsständen, Eisbahn und dem Weihnachtsrad. Hallo, Stadträte, warum nicht im Sommer bei warmen Temperaturen ein Riesenrad, hm?

Mit einer Idee und dem Stativ auf dem Rücken quetschte ich mich durch die Menschemassen. Das Stativ nahm ich schnell von der Schulter und hielt vor mir im Arm. Endlich gelangte ich an die Jubiläumssäule. Musste gerade nachlesen, was das für eine Säule ist. Klar einem König gewidmet. König Wilhelm I.

Hinter Absperrung direkt an der Säule hatte ich einen wunderschönen Blick auf das Riesenrad. Einfach ablichten. Nein. Das machten genügend Passanten mit ihren Handy oder Kameras. Ich wollte ICM und Zoom Burst ausprobieren.

Ertaunlich, das ich all diese Techniken schon anwandte und erst jetzt wieder durch junge Fotografinnen auf Insta wieder entdecke. Ein dickes Dankeschön an sie.

Langer Einleitung endlich hier die Ergebnisse.

Ein dunkles Geheimnis drängt …

Der Nebel zieht auf

mit dem Nebel ins Bewusstsein. Ein ruhiger Tag geht zu Ende. Ist es einfach die Abendluft, die sich auf den Boden senkt? Oder Geister? „When we three meet us again?“ Die Hexen aus Macbeth? Oder schleichen sich Diebe an, die auf das Auto scharf sind? Ein Psychopath? Oder ist es Rache? Welches Geheimnis verbirgt der Angler. Ist es deshalb soweit abseits der Zivilisation, um seine Schuld zu verstecken?

Welcher Anfang entzündet eure Fantasie?

Kennt ihr das

The small lodge

eindeutig zuviele Foto Rucksäcke. Und ehrlich nur einer passt wirklich. Der ist verdammt schwer. Ist ja für die Reise. Hier unterwegs zur Astro- oder Macrofotografie ist er viel zu schwer. Da habe ich inzwischen zwei andere.

Der Klassiker, peinlich überhaupt zu erzählen. Von Smallrig kamen die zwei Macro-Leuchten. – Mit kleinen Toren und sogar leicht fokussierbar – was will man mehr. Jedenfalls ich packe den neuen Rucksack voll.

Mitten im Wald, will ich einleuchten und stelle fest, ups ich vergass die Lampen einzupacken. What the f… wie konnte das passieren. Alles dabei, fast alles.

Am nächsten Tag wieder losgezogen. Einleuchten, aufnehmen, voll im Element. Auf dem Nachhauseweg kommt es mir – oh je – gar nicht den Nebel verwendet. Obwohl ich ihn dabei hatte.

Heute ist der Dritte Anlauf. Dieses Mal nehme ich noch Miniaturen und zwei Matchbox Autos aus meiner Jugend mit. Vielmehr nur der eine ist, ein Mercedes /8 ist auf meiner Jugend. Schauen wir mal.

Jetzt vergass ich was ich noch erzählen wollte. Erst einmal auf das Wetter schauen, ob ich losziehen kann. – Ah, mit Miniaturen – das ist so ein schwieriges Thema. Ich bin überhaupt nicht der Bastlertyp. Vor allem dann mit so kleinen Dingen. Ich benutze die Miniaturen von der Modelleisenbahn. Für Macrofotografie sind sie ungeeignet. Die Gesichter überhaupt nicht gut ausgedruckt und bemalt. Aber selbst malen oder besser gleich wie manch andere Fotografen, selbst Modelle zu bauen. Ahhhh – allerdings nur so, gibt es die Möglichkeit etwas besonders oder meine Sicht der Dinge darzustellen. Echt ein Dilemma.

Also, falls es ein Modellbauer liest und mit mir zusammenarbeiten will, melde dich, schreib mich an. Schick mir auf Insta eine PM.

Schöne Zeit, bis zum nächsten Mal

Da fällt mir ein, hatte Freunde aus Sarajevo zu besuch. Das ist eine andere Geschichte.

100 Oldtimer Motorräder

zuerst sah ich diese Wand voller alter Motorräder im Jahr 2024. Wir drehten dort den Umbau von der Reithalle in Aachern. Vormals wurde sie militärisch genutzt. Sie war ausgewählt für den Baden-Württembergischen Architekturpreis 2024. Wir drehten die Zuspielvideos. Mehr Infos zu dem Preisträger auf Baukultur BW.

  • Aus einer anderen Zeit

Staunend stehe ich vor der Wand voller alter Roller und Motorräder. Namen die selbst ich nicht kannte. Von Miele und vielen anderen. Eine NSU Quickly fuhr ich selbst in meiner Jugend. Mit dem ersten Moped-Führerschein. Es war eine Zweisitzer. Mein damaliger ganzer stolz. Später fuhr ich eine 250er Maicoletta. Ein toller Motorroller. Für die damalige Zeit absolut Hip. Mit Uhr, Kippschaltung und Elektrostarter. Und das war das Verhängnis. Sie hatten keinen Kickstarter miteingebaut. Und die 6Volt Batterie war einfach zu klein ausgelegt. Das verriet mir ein Maico Mitarbeiter. Er war schon in der Rente und kannte sich als einziger noch damit aus. Das Beste an der Maicoletta waren die großen Räder, dadurch hatte sie besseren Halt in den Kurven. Im Vergleich zu all den anderen.

Zurück zum Oldtimer Sammler. Er ist 92 Jahre. Der Dreh und Schnitt sind abgeschlossen. Die nächsten Schritte sind nochmals Tonbearbeitung. Anschließend Colorgrading. Farbgestaltung.

Die gesamte Video-Produktion war eine One-Man-Show. Ohne finanzielle Unterstützung. Diese Geschichte von Lothar hatte es mir angetan. Er fuhr Gelände-Motorradrennen als Amateur. Als dann die Zweiräder gegen Autos eingetauscht wurden, begann er sie zu sammeln. Ich liebe Geschichten von Menschen, die etwas besonderes für sich getan haben ohne gleich „berühmt“ zu werden.

Ein kleine Zwischenbemerkung, heutzutage muss man ein Buch veröffentlicht haben, um wahrgenommen zu werden. Schade.

Manche Geschichten müssen einfach erzählt werden, finde ich. Der Plan ist, zeitnah Anfang 2026 die Dokumentation in seinem Ort aufzuführen. Am besten als kleine Vorpremiere in einem Kino in Aachern. Mehr sobald ich näheres weiß.

Mehr über die Produktionsbedingungen wie die KI und seinem breiten badischen Dialekt zurecht kam. Nebenbei, ich liebe diesen Dialekt. Demnächst mehr.

RIP Matthias Holtmann

In Gedenken an einen grossen Radiomacher. 1994 hatte ich selbst das Vergnügen mit ihm ein Radio Interview kennenzulernen. Zur Top 1000xl hatte ich den Kontakt zum Radio 99 vermittel. Zum Abschluss der Top 1000xl führten wir ein Interview aus dem besetzten Sarajevo. Anwesend war auch der damalige Bürgermeister von Sarajevo. Es war ein voller Erfolg. Und der bekannte Rocksänger Tifa performte ein Song auf dem Cannstatter Wasen. Was für ein Erfolg für die Menschen im Krieg.

Und ich lernte den Matthias näher kennen. Hut ab vor alll seiner Spritzigkeit und Wissen. Er hat das Radio sehr geprägt. Schöne Erinnerungen an ihn.

Herbst-Farben

Die Zeit fegt wie der Regen über das Land. Inzwischen ist November, schon fast mitten drin.

Heute überwand ich mich, trotz oder gerade wegen dem schlechten Wetter auf die Karlshöhe zu steigen. Viele, viele Treppen führen direkt in den Weinberg auf der Karlshöhe. Dort gibt es einen Standort, von dem ich immer den gleichen Blick einfange. Nichts spektakuläres, dafür beständiges. Mir geht es die Jahreszeiten und Wetterveränderungen innerhalb des Bildes zu zeigen. Der Ausschnitt bleibt so ziemlich der gleiche. Umso schöner wird die Veränderung werden. Von daher war es ein Muss, bei dem Regen, Nieselwetter auf die Karlshöhe zu steigen. Treppen, Treppen, Treppen. Somit trainiere ich meine Kondition. Ohne fotografisches Ziel würde ich es nie durchhalten. Mit der Idee im Kopf, überwinde ich mich. Auch wenn schon mal mehrere Woche dazwischen liegen. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte, zu erzählen. Darum lasse ich es. Eigentlich sollte ich auf die andere Seite in den Wald. Zeigen, wie geknickt, verschrumpelt die Pilze bei dem Wetter sind. Das ein anderes Mal. Eine schöne Woche.

Kein Komet – Herbst

So ist das in unseren Breitengraden, im All tobt der Foto-Wahnsinn doch bei mir ist der Vorhang zugezogen. Keine Chance die Sonne, das All zu sehen. Was bleibt ist ein schöner Spaziergang im Wald.

Ein bewölkter Tag. Ab und zu blitzt die Sonne hindurch. Einen Versuch ist es wert. Allerdings so spät im Herbst, steht die Sonne schon ziemlich tief. Keine Ausrede murmle ich mir vor und ziehe mit meinem Schildkrötenrucksack los. Dieses Mal beschränke ich mich auf das Weitwinkel und was immer dabei ist, das 100er Macro.

Querfeldein. Am dünnen Baumstamm ziehe ich mich den Abhang hinauf. Das Laub ist nass. Dieser Geruch nach frischem Laub und schon leicht modrigem dazwischen. Der typische Herbstduft. Ich schließe die Augen und ziehe den Duft tief in mich ein. Wunderbar. Auf der Haut spüre ich die Waldluft, ihre Frische, herbstliche Kühle. Ein Streifen Wärme kitzelt mich. Ich schlage die Augen auf. Die Sonne erleuchtet die Wipfel.

Ein schneller Blick, welche Perspektive passt. Bis ich die richtige Perspektive gefunden habe, lachen die Blätter, weil die Wolken sich vordrängelten. So geht es hin und her. Ich nutze den Augenblick, einfach hier zu sein, zu atmen und zu erleben.

Ein paar schöne Momente, die mir gelungen sind. Der Weg im herbstlichen Grau.

Komet C/2025 Lemmon

Keine Zitrone am Himmel. Trotz Wolken sind wir aus der Stadt gefahren. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Unser Motto. Jep, die Wolken drängten sich vor den Kometen. Keine Chance. Was erzähle ich in Workshops oder meinen Studenten, Ein- und Ausatmen, die Augen schliessen und dann die Umgebung neu wahrnehmen. Ob es gelingt, hängt von mir ab, ob ich mich von Vorstellungen frei machen kann.

So entstanden auf dem Schloss Solitude diese Fotos. Kein Komet, dennoch ein schöner ungewohnter Blick auf einen herbstlichen Baum im nächtlichen Licht.

Was denkt ihr? Blödsinn, euch zufragen, ich schreibe ja auch komm jemanden zurück. Wenn dann habe ich eine Frage und schreibe dann die oder denjenigen an.

Wünsche euch eine schöne Woche. Trotz Regen, Herbstwetter.